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Rechtliches

Beseitigung durch den Kamin


So mancher Leser dieser Seite wird sich an der Überschrift stoßen. Dies ist keine böswillige Absicht, sondern unsere Rechtssprache in den Bestattungsgesetzen der Länder (1) immer wieder ist darin zu lesen, dass fehlgeborene Kinder "hygienisch einwandfrei und dem sittlichen Empfinden entsprechend zu beseitigen" sind. In anderen Ländern (2) werden fehlgeborene Kinder "in schicklicher und gesundheitlich unbedenklicher Weise beseitigt."

Die "Beseitigung" von fehlgeborenen Kindern durch den Kamin ist sicherlich noch heute, im Jahre 2002, die häufigste Form des Umgangs mit fehlgeborenen Kindern. Die wenigen Städte und Kliniken, die fehlgeborene Kinder bestatten, gleichen Inseln im weiten Meer der BRD. Diese Annahme lässt sich durch folgende Fakten, Tatsachen und Überlegungen belegen:

(1) Zu den Ländern mit dieser Formulierung gehören: Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen.
(2) Zu den Ländern mit dieser Formulierung gehören: Bayern und Bremen.
Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein geifen das Thema Fehlgeburt und Körperteile zu bestatten gar nicht auf. Thüringen verweist beim Bestattungsgesetz auf Brandenburg.
(3) Selbst für Fachleute ist eine einwandfreie Trennung von Kind und Plazenta in den seltensten Fällen möglich. Um das Kind sicher zu bestatten, muss das Kind mit der gesamten Plazenta bestattet werden. In Karlsruhe wird so verfahren.

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